Forschungsfrage und "roter Faden"
Was ist die Forschungsfrage in einer Bachelor- und Masterarbeit?
Bei der Forschungsfrage handelt es sich um die häufig auf eine einzige Frage verdichtete Beschreibung des eigentlichen Themenschwerpunktes der wissenschaftlichen Arbeit. In dieser Einzelfrage werden der Untersuchungsgegenstand (und damit der Zweck) dieser Arbeit komprimiert zusammengefasst.
Der Vorteil, sich mit der Forschungsfrage überhaupt zu befassen, liegt darin, dass man auf diese Weise gewissermaßen gezwungen ist, das zentrale Thema seiner Arbeit zu identifizieren und verbal zu formulieren. Manchmal hilft dieser Schritt, die eigenen Ausführungen konsequenter auf die vorgegebene Aufgabenstellung auszurichten und inhaltlich überflüssige Exkurse ohne hinreichenden Bezug zum Thema zu vermeiden.
Muss die Forschungsfrage in der Abschlussarbeit genannt werden?
Manche Prüfer wünschen ausdrücklich eine ausdrückliche Nennung der Forschungsfrage in der Abschlussarbeit, zumeist im einleitenden Kapitel. Eventuell werden noch zusätzliche Erläuterungen zu ihr gefordert und eine zusätzliche resümierende Abhandlung am Ende des Werkes erwartet. Für andere Prüfer hingegen ist eine solche explizite Darstellung der Forschungsfrage nicht notwendig.
Was ist der so genannte „rote Faden“ in einer wissenschaftlichen Arbeit?
Einen zentralen Punkt im Zusammenhang mit der Forschungsfrage bildet der (so genannte) „rote Faden“. Idealerweise verbindet er inhaltlich die verschiedenen Textabschnitte zu einem logischen Ganzen und stellt sie in einen für den Leser erkennbaren Zusammenhang mit der Forschungsfrage der Arbeit.
Probleme mit diesem „roten Faden“ entstehen immer dann, wenn inhaltlich nicht zusammengehörende Textabschnitte einfach aneinandergereiht werden und so inhaltlich nicht miteinander verbundene Textfragmente entstehen. Dies geschieht häufig dadurch, dass aufeinanderfolgende Absätze der Arbeit sich mit unterschiedlichen Themen befassen und keine Struktur des Autors sich aus dieser Reihung bzw. diesen Themenwechseln erkennen lässt. Grundsätzlich sollte ein „roter Faden“ möglichst dauerhaft in der Arbeit zu finden sein.